Aktuelles
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Mai
Montag | 15. Mai 2017
Galakonzert der Stadtmusiken Villingen und Schwenningen
Eine musikalische Symbiose
Die doppelstädtischen Stadtmusiken haben anlässlich der 1200-Jahr-Feier ein feierliches Konzert in der Neuen Tonhalle gegeben.
Am vergangenen Samstagabend platzte die Neue Tonhalle in Villingen fast aus allen Nähten. Die beiden doppelstädtischen Stadtmusiken vereinten sich im Rahmen der 1200-Jahr-Feier zu einem weiteren Kulturhöhepunkt der Extraklasse und feuerten musikalisch stundenlang aus allen Rohren. Es war ein Stelldichein der Superlative, ein „Elefantentreffen“ der beiden ganz großen Blasorchester sowohl was die Anzahl der Aktiven angeht, als auch deren Qualität. Und wo könnte so ein Musikgenuss besser zur Geltung kommen als in einer „TonHalle“? Conferencier-Urgestein Budde versprach in seiner gewohnt komödiantischen Art eine spannende musikalische Reise und gratulierte dem Publikum für dessen Entscheidung zur persönlichen Teilnahme am regionalen Contest und nicht am europäischen, zu Hause vor dem Fernseher.
Villinger legten los Die Villinger hatten Hausrecht und legten relativ verhalten mit typischer Blasmusik los, einem Marsch, „Herzog von Braunschweig“, entstanden Anfang des 19. Jahrhunderts. Zum Komponisten ist nichts bekannt und Budde brachte verschmitzt sein Erstaunen zum Ausdruck, wie viele Stücke insgesamt dieser „Anonymus“ doch schon geschrieben hat. Philip Sparke’s Werk „Music for a Festival“, das sinnbildlich als Überschrift für diesen Abend hätte stehen können, verlangte den Künstlern da schonmehr ab und offenbarte mit seinem Wechselspiel zwischen träumerisch ruhig und spannungsvoll dramatisch deutlich deren Brillanz. Wahre Begeisterungs- und Applausstürme erntete jedoch der aus Villingen stammende Trompetenvirtuose Felix Hirn, mit Arutjunjan’s Trompetenkonzert im Stile armenischer Folklore. Im lebendigen Dialog mit dem Orchester, welches ihn zart „umhüllte“, stellte der Solokünstler, alles auswendig spielend, seine Extraklasse unter Beweis. Der Mann mit Lippenmuskeln aus Stahl vollzog dabei doppelzüngige Tonsprünge, dass einem glatt die Spucke wegblieb – im Gegensatz zu ihm. Seine Finger beharkten dabei die Pumpventile seines Blechblasinstrumentes in einer derartigen Geschwindigkeit, dass man fast schon annehmen musste, genveränderte Synovialflüssigkeit zirkuliere in seinen Gelenken.
Mit den neuen Bildern aus London den „New London Pictures“ von Nigel Hess beendeten die Villinger Künstler ihren Part. Hierbei gefiel besonders der letzte Satz, „Congestion Charge“ in welchem das tägliche Londoner Verkehrschaos einmal musikalisch veranschaulicht wurde, Trillerpfeifen und sogar eine Anhaltekelle inclusive.

Eine kurze Pause, in der umgestellt wurde, ehe dann die Schwenninger Formation die Badische Bühne für sich vereinnahmte. „Hymn of the Highlands“ eroberte ehrfurchtsvoll majestätisch den Konzertsaal und bei den bekannten Passagen des „Highland Cathedral“ lief es einem ein ums andereMal eiskalt den schottischen Rücken hinunter. Auch das zeitgenössische Werk „Symphonic Movement“, welches nicht gerade als Balsam für die Ohren bezeichnet werden kann, gefällt von Mal zu Mal besser.
„The Boss“ vom Boss Nach einem Ausflug ins Musical Genre beendeten die Schwenninger ihre Etappe „rockig“ mit einem Medley der bekanntesten Hits des Weltstars Bruce Springsteen, genannt „The Boss“, arrangiert und dirigiert vom Schwenninger Boss Wolfgang Wössner. Budde richtete zuvor noch einen flehentlichen, nicht unbegründeten Appell an die Technik, Sorge dafür zu tragen, die Illumination möglichst stabil zu halten. In Höchstform waren die beiden Klangkörper für den Abend angekündigt, die daraus resultierenden Erwartungen wurden jedoch noch bei weitem übertroffen. Unterschieden haben sich die beiden Ensembles lediglich in der Farbe ihrer Tuchjacke, musikalisch waren sie absolut auf Augenhöhe. Sie haben sich perfekt ergänzt und bewiesen, dass Musik tatsächlich auch verbindet. Selten sah man Bürger beider Stadtteile und Kommunalpolitiker unterschiedlicher Fraktionen so einträchtig beieinander wohnen.
Quelle: Südwestpresse - Die Neckarquelle vom 15.05.2017
Mai
Samstag | 13. Mai 2017
Erfolgreiches Jugendblasorchester
Sensationeller Erfolg des Jugendblasorchesters
Einen sensationellen Erfolg konnte die Stadtmusik Schwenningen am Samstag beim Jugendwertungsspiel des Blasmusikverbandes Rottweil-Tuttlingen für sich verbuchen. Das Jugendblasorchester erspielte sich unter der Leitung von Stadtmusikdirektor Wolfgang Wössner in der für Jugendorchester außergewöhnlichen Stufe „schwer“ das bestmögliche Prädikat „mit hervorragendem Erfolg“.

In den vergangenen Jahren hat das Orchester immer in der Kategorie 3, der sogenannten „Mittelstufe“ teilgenommen und immer das bestmögliche Prädikat erreicht. Daher entschied sich Wolfgang Wössner, dieses Jahr erstmals in der nächst höheren Kategorie 4, der „Oberstufe“ teilzunehmen. Eine gewagte Entscheidung, aber auch die richtige, wenn man das Ergebnis betrachtet.
Das Wertungsspiel fand im Dr. Ernst Hohner Konzerthaus in Trossingen statt. Insgesamt stellten sich fünf Jugendorchester und 12 kleinere Gruppen einer fachkundigen Jury. Mit 69 Musikern war das Jugendorchester aus Schwenningen zudem das am stärksten besetzte Orchester und füllte die komplette Bühne des Konzerthauses aus. Die Schwenninger Jungmusiker begannen mit dem Stück „Flashing Winds“ von Jan van der Roost, einem mitreißenden Stück, welches seinem Titel „aufblitzende Bläser“ gerecht wird. Der künstlerische Gesamteindruck und die sichere Technik wurden hier von den Juroren sehr gelobt. Das zweite Stück „Blue And White Dance“ von Andrew Boysen Jr., war voller schwieriger Taktwechsel und dadurch eine enorme Herausforderung. Speziell für diese grandiose Darbietung und den Mut, ein solches Stück zu spielen, bekamen Musiker und Dirigent viel Anerkennung.
Stadtmusikdirektor Wolfgang Wössner ist voller Begeisterung über seine Jugendlichen: „Es ist unglaublich und nicht fassbar. Als wir uns entschieden haben, erstmals in der Geschichte der Stadtmusik mit dem Jugendorchester in der Kategorie 4 anzutreten, war unser Ziel eine Punktzahl in den 80-ern zu erreichen. Dass wir gleich über 90 Punkte spielen und das bestmögliche Prädikat erhalten, war überhaupt nicht zu erwarten.“
Auch Vorsitzender Markus Welte ist in seinem Stolz kaum zu bremsen: „Das ist bisher der absolute Höhepunkt einer hervorragenden Jugendarbeit in der Stadtmusik und bestätigt das hohe musikalische Niveau. Bereits beim Jubiläumskonzert zusammen mit dem Großen Blasorchester ließen die Jungmusiker durch eine tolle Leistung aufhorchen, die sie jetzt nochmals getoppt haben. Mit diesen Jungmusikern können wir hoffnungsfroh in die Zukunft blicken!“
Am Vormittag war auch noch ein Klarinetten-Trio aus der Bläserschule der Stadtmusik am Start. Die drei Klarinettistinnen Kathrin Pflug, Teresa Maier und Andrea Högner, erspielten sich mit einer tollen Leistung das Prädikat "mit sehr gutem Erfolg". Die Lehrerin Michaela David war ebenfalls voll zufrieden.
Apr
Samstag | 08. April 2017
Jubiläumskonzert 2017 - Ein erfüllender Hörgenuss
Konzert zum Doppeljubiläum der Stadtmusik in der Hochschule für Polizei begeistert die rund 800 Zuhörer. Eröffnung mit gregorianischem Choral.
Der vergangene Samstag war Musikgeschichte und wird als solche sicherlich auch in die Annalen der Stadtmusik Schwenningen eingehen. Müsste man das Jubiläumskonzert in der Hochschule für Polizei anlässlich der Doppelfeierlichkeiten 1200 Jahre urkundliche Erwähnung der Stadt Villingen-Schwenningen und 130-jähriges Bestehen der Stadtmusik in einem Satz ausdrücken, man würde schreiben: bombastisch, ergreifend und erfüllend.
Hoher Anspruch
Von einem Konzerttag der Stadtmusik profitiert man als Zuhörer ja stets zweifach. Durch den hohen Anspruch, den die Truppe an sich selber stellt und diesem auch jedes Mal souverän gerecht wird, lebt man bereits den ganzen Tag gut gelaunt in der Vorfreude auf das, was einen am Abend erwartet und geht später mit dem Gefühl höchster kultureller Befriedigung wieder nach Hause. Das Konzert wurde eröffnet mit einem gregorianischen Choral „Gloria in Excelsis Deo“ um etwa 817. Hierbei konnte sich die Zuhörergemeinde von annähernd 800 anwesenden Fans einmal mehr auch von den choreographischen Fähigkeiten des Maestro Wössner überzeugen. Dieser ließ seine Musiker, angeführt vom kompletten Schlagwerk in Mönchskutten gekleidet, andächtig singend an die Plätze schreiten, sodass man sich zunächst fühlte, wie als VIP-Gast bei der Inthronisation von Papst Paschalis I.
Über das Mittelalter mit einem Gothic Dance, weiter über Barock und Klassik erreichte das Ensemble schließlich musikalisch die Zeit der Romantik. Hierzu merkte Conferencier Joachim Budde für die nicht ganz so „operaffinen“ Zuhörerinnen und Zuhörer an, dass es sich beim folgenden Stück aus Aida um ein Werk des Komponisten Giuseppe Verdi handelt und räumte damit gleichzeitig mögliche Zweifel Einzelner im Vorfeld aus, wie es denn der Veranstalter wohl schaffen würde, an diesem Abend auch noch ein Kreuzfahrtschiff in die Halle zu bugsieren. Das letzte Stück vor der Pause, „Symphonic Movement“ von Vaclav Nelhybel, ein zeitgenössisches Werk, wurde nicht angekündigt, nein, es wurde von Joachim Budde regelrecht angedroht. Es sei sehr aggressiv, verlange vom Orchester alles ab und erfreue das harmonieverwöhnte Ohr in keinster Weise. Diese Androhung ließ bereits nach wenigen Takten die schlimmsten Vorahnungen zur bitteren Gewissheit werden. Leichte Qualmwölkchen im Raum auf Ohrenhöhe ließen auf den einen oder anderen Kabelbrand diverser Hörgeräte schließen. Dennoch, meisterlich interpretiert.
Frischer Wind
Frischen Wind brachte das Jugendblasorchester in seiner bislang größten Besetzung nach der Pause mit und machte vor allem mit dem zweiten Stück „Blue and White Dance“ deutlich, dass es dieses Jahr zu Recht an einem Wertungsspiel in der Oberstufe teilnimmt. Die immerhin 97 Taktwechsel zeigten den hohen Anspruch des Stückes, wurden aber von den Jungstars akkurat umgesetzt. Eine Glanzleistung angesichts der Gefahr, sich hier bereits nach dem 5. Wechsel vollständig zu vergaloppieren. Applaus satt. Zugabe frenetisch gefordert und erhalten. Jetzt durften die „Großen“ nochmals ran, die mit Bigbandsound, Musicalklängen und Rockmusikarrangements deutlich machten, dass sie sich in wirklich jedem Genre zu Hause fühlen. Beim letzteren allerdings, dem Medley von Bruce Springsteens bekanntesten Stücken wie „Streets of Philadelphia“ oder „Born in the USA“ ging den Künstlern im wahrsten Sinne des Wortes das Licht aus. Vollständige Dunkelheit, Abbruch, Neustart.
Dies war aber nicht deren Ansatz geschuldet, sondern wurde von manchem als Erinnerung des örtlichen Stromanbieters gewertet, dass man mit der letzten Abschlagszahlung seitens der Hochschule unter Umständen in Verzug geraten ist.
Auch nach bereits fast dreistündigem Klangerlebnis konnten die Zuhörer einfach nicht genug kriegen und machten mit ihrer Klatschoffensive deutlich, was sie einforderten. Zugabe folgte prompt und entließ die euphorischen Zuhörer in der Gewissheit: „Nach dem Konzert ist vor dem Konzert.“
Quelle: Südwest-Presse, Die Neckarquelle 10.04.2017
Mär
Samstag | 11. März 2017
Ehrenmitglied Rolf Vogelmeier feiert Geburtstag
Ständchen für Ehrenmitglied Rolf Vogelmaier
Ein große Freude hat die Stadtmusik Schwenningen ihrem Ehrenmitglied Rolf Vogelmaier gemacht: zu seinem 85. Geburtstag erhielt er am Sonntag ein Ständchen von einem Klarinettenquartett. Normalerweise spielt die Stadtmusik für Ehrenmitglieder in diesem Alter ein Ständchen mit dem ganzen Orchester, aber das war dem Jubilar zu viel und so überraschten ihn die 4 Klarinettisten mit einem kleinen Geburtstags-Ständchen.
Vogelmaier war über 55 Jahre aktiv in der Stadtmusik Schwenningen und wurde 1996 zum Ehrenmitglied ernannt. Viele Jahre davon war er Solo-Klarinettist und eine tragende musikalische Säule des Vereins. Er trug dies auch familiär weiter, ist doch seine Tochter Petra ebenfalls als langjährige Solo-Flötistin sehr erfolgreich. Auch sein Sohn Michael ist als Sänger weithin bekannt.
Rolf Vogelmaier erhielt zahlreiche Ehrungen, darunter das Kreisverbands-Ehrenzeichen in Silber und die besonders verdienstvolle Erich-Ganzenmüller-Medaille des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg.
Auch als Instrumentallehrer hat sich der Jubilar seine Verdienste erworben, sind doch zahlreiche Klarinettisten der Stadtmusik bei ihm ausgebildet worden.
Am Sonntag besuchten ihn Stadtmusikdirektor Wolfgang Wössner, der 1. Vorsitzende Markus Welte, der Ehren-Vorsitzende Jürgen Jauch, Vize-Dirigent Bernhard Patz und Ehren-Vorstand Gerhard Baum.
Dabei erklangen Mozart-Divertimenti und Ragtime-Stücke.
Bild von links nach rechts:
Wolfgang Wössner, Jürgen Jauch, Rolf Vogelmaier, Markus Welte, Bernhard Patz
Feb
Donnerstag | 09. Februar 2017
Alljährlicher Auftritt des Jugendorchesters in Tannheim
Jugendblasorchester begeistert Patienten in Tannheim
Am vergangenen Donnerstag spielte das Jugendblasorchester der Stadtmusik Schwenningen ein Konzert in der Nachsorgeklinik in Tannheim. Unter der Leitung von Stadtmusikdirektor Wolfgang Wössner war dies bereits das 17. Konzert in der Klinik. Als kleines Dankeschön erhielten die knapp 50 Musiker zunächst ein Abendessen im Voraus, bevor es dann auf die Bühne ging.
Das Orchester trat an diesem Abend in leicht reduzierter Besetzung auf, da einige Musiker im Schullandheim waren und zudem sehr viele krank waren. Dennoch wurde es ein ganz besonderer Abend, vor großem Publikum, darunter Patienten und deren Eltern, aber auch Freunde der Stadtmusik und Einwohner Tannheims. Durch die moderne Titelauswahl waren alle sofort begeistert. Titel wie "Uptown Funk", "Shut Up And Dance" oder "Hello" von Adele, kamen besonders gut an. Da die Fasnet vor der Tür steht, spielte das Jugendorchester natürlich auch den Schwenninger Narrenmarsch und ein Fasnetsmedley. Bei diesem Stück durften die jungen Patienten an verschiedenen Percussioninstrumenten mitspielen und so wurde das Orchester durch 8 Kinder verstärkt. Eigentlich war es so gedacht, dass die Kinder nur bei diesem Stück mitspielen, aber die jungen Patienten hatten so viel Spaß, dass sie nicht mehr aufhören wollten. Stadtmusikdirektor Wolfgang Wössner entschied dann kurzerhand, dass die Kinder das restliche Konzert mitspielen durften und spielte nur noch rockige Stücke, zu denen das passte. Mit großem Applaus und einer tollen Dankesrede seitens des Klinikums, wurde das Orchester dann verabschiedet.
