Aktuelles
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Apr
Samstag | 12. April 2014
Jahreskonzert der Stadtmusik Schwenningen begeistert
Funken gezündet!
Über 700 faszinierte und begeisterte Musikfreunde, ein Dirigent und ein Orchester, die Maßstäbe setzen: Das Jahreskonzert der Stadtmusik Schwenningen unter der Leitung von Wolfgang Wössner am Samstag wurde zu einer Sternstunde der sinfonischen Blasmusik.
Es gibt Kapellmeister, die haben sich der großen Geste verschrieben. Bereits ihr Auftritt hat seine eigene Dramaturgie, sind sie doch die ungestümen Protagonisten ihrer Orchester. Zu ihnen gehört Wolfgang Wössner gewiss nicht. Gelassen und ruhig schreitet er auf seine Musiker zu. Präzise, ohne Theatralik gibt er die Einsätze mit einer zurückhaltenden, geradezu noblen Eleganz. Pflichtübung eines Routiniers? Sicher nicht. Denn was man zu hören bekommt, lässt nicht nur aufhorchen und staunen, sondern zeugt von ansteckender Begeisterung für die Musik, von der Freude am Dirigieren und von Professionalität – von Leidenschaft eben. Mancher dirigiert mit dem Kopf, mancher mit dem Körper. Wolfgang Wössner leitet sein Orchester allem voran mit dem Herzen. Immer wieder gelingt es dem Stadtmusikdirektor, bei seinen Spielern jene Funken zu zünden, durch die ihre Begeisterung für die Musik schließlich Feuer fängt. Das spürt man, das hört man. Bei einem solch starken, musizierfreudigen, interpretatorisch und dynamisch reifen Spiel ist es letztendlich fast bedeutungslos, wenn die Intonation für ein paar Augenblicke mal nicht absolut perfekt ist.
So nimmt es kaum noch Wunder, dass die Mitglieder des Orchesters – keine Profis sondern überwiegend Liebhaber – voller Begeisterung mit ihrem Dirigenten arbeiten und dass der entscheidende Funke auch beim Publikum schnell überspringt. Am Samstag war das kein bisschen anders. Wolfgang Wössner und seine Musiker hatten denn auch ein Programm zusammengestellt, das man wirklich nicht oft zu hören bekommt, eine ausgewogene Melange aus höchst anspruchsvollen sinfonischen Schöpfungen sowie gehobener, raffiniert und mitreißend arrangierter Unterhaltungsmusik.
Bereits der Auftakt mit Gaetano Fabianis Konzertmarsch „Venezia“ zeigte die hohe Kunst Wössners und das Können seines Orchesters. Nichts klang „martialisch“, wozu Märsche oft verleiten, vielmehr genoss das Publikum eine heiter-beschwingte Interpretation, wie sie dem Werk des 1904 verstorbenen Italieners angemessen ist. In die Welt der Sinfonik führte die Stadtmusik ihre Zuhörer mit „Almansa“, einer „symphonischen Episode“ des 1966 geborenen spanischen Komponisten Ferrer Ferran. Das klangfarbenreiche Stück, rhythmisch und technisch eine Herausforderung, ist heuer Pflicht bei den Wertungsspielen in der Höchststufe. Zum musikalischen Höhepunkt aber wurde die symphonische Dichtung „Poema Alpestre“ des Schweizer Komponisten und Dirigenten Franco Cesarini. Der Künstler versteht sein unter die Haut gehendes Werk in sieben Sätzen als Hommage an die „Alpensinfonie“ von Richard Strauss. Nachdem Wolfgang Wössner als Cesarini- Schüler vor Jahren bei der Uraufführung des klanggewaltigen Opus' dabei war, war es sein Wunsch, „Poema Alpestre“ einmal selbst aufzuführen. Das ist ihm jetzt überzeugend gelungen.
Riesenapplaus gab’s zudem für „Moretus“ von Bart Picqueur sowie für den jungen Saxophonisten Daniel Roncari, der die Musikfreunde als Solist in „Catch me if you can“ von John Williams in seinen Bann zog. Mit Soundtrack-Highlights aus „The Rock“ von Hans Zimmer sowie einem fantastischen, von Wolfgang Wössner arrangierten Westernhagen-Medley klang das offizielle Programm aus. Mit „Wien bleibt Wien“ von Johann Schrammel als letzter Zugabe entließen die Musiker schließlich ein dankbares und restlos begeistertes Publikum auf den Heimweg.
Quelle: Südwestpresse, die Neckarquelle 14.04.2014
Mär
Samstag | 22. März 2014
Klangliche Vielfalt und emotionaler Reichtum
Wunderbares Benefizkonzert der Jugendorchester: hohes Niveau und viel Spiellust
Die Jugendorchester der Stadt lieferten ein bemerkenswertes Benefizkonzert unter dem Titel „Dreiklang“ ab. Den musikalischen Auftakt bildete der Nachwuchs der Schwenninger Stadtmusik mit dem vierteiligen Musikzyklus „Robinson Crusoe“.
Im vielbeachteten Eröffnungsstück der Schwenninger unter der Leitung von Stadtmusikdirektor Wolfgang Wössner klang das Freiheitsgefühl des Seefahrers auf großer Fahrt ebenso bildhaft an wie das Wechselspiel von Verzweiflung und Dankbarkeit über die Rettung aus Sturm und Schiffbruch, die Freude über den Gefährten Freitag sowie die Bedrohung durch Kannibalen und das Glücksgefühl über die Rettung von der einsamen Insel.
Mit Philip Sparkes „Three Klezmer Miniatures“ entführten die Jugendlichen ihr Publikum in die mitreißende Welt dieser dem aschkenasischen Judentum entstammenden Volksmusiktradition. Gerade die klangliche Vielfalt und der emotionale Reichtum der doch stets von einer leichten Grundmelancholie geprägten Klezmermusik wurden dabei gekonnt vermittelt.
Ein Medley aus Andrew Lloyd Webbers erstem Musical „Joseph And The Amazing Technicolor Dreamcoat“ beendete diesen überaus erfolgreichen Auftritt.

Quelle: Südwestpresse, die Neckarquelle 24./25.03.2014
Feb
Freitag | 21. Februar 2014
Gemeinsames Benefizkonzert der Jugendorchester der Doppelstadt am 22. März 2014 im Franziskaner Konzerthaus
Dreiklang im Franziskaner
Unter dem Titel „Dreiklang im Franziskaner“ planen der Lions-Club und das Kulturamt der Stadt Villingen-Schwenningen gemeinsam mit den Jugendorchestern der beiden Stadtmusiken und der Stadtharmonie ein Blasmusikkonzert. Mitreißende Momente hoch drei versprechen die Organisatoren wenn am Samstag, 22. März, im Franziskaner-Konzerthaus die musikalische Jugend der Doppelstadt in die Instrumente bläst. Mehr als 150 junge Musiker sollen, zumindest zu einem Schlussbild, auf der Bühne des Franziskaner stehen. Zuvor haben dann alle drei Orchester gezeigt, auf welch hohem Niveau man sich musikalisch bewegt. Und jedes Orchester hat da seinen eigenen Stil.
Bei der Stadtmusik Villingen kann man mit Sicherheit mit der Musik aus dem Programm „Africa Dream“ rechnen, sagt Orchesterleiter Markus Färber. Außerdem bringen die etwa 45 Musiker Filmmusik aus dem „Glöckner von Notre Dame“, verrät der Orchesterleiter.
In ähnlich starker Besetzung treten die Musiker aus Schwenningen unter der Leitung von Wolfgang Wössner auf. Auf jeden Fall bringe man „Musical Highlights“ mit, sagt der Dirigent. Und bei der Stadtharmonie drehe sich musikalisch alles um das Thema „Eis“. Mehr könne und wolle er nicht verraten, meint Henry Greif, der Vorsitzende der Harmonie. Man wolle die Spannung bis zum Auftritt halten.

In der vorderen Reihe Henry Greif, Wolfgang Wössner und Markus Färber Foto Rüdiger Fein In der 2. Reihe Lions-Präsident Robert Göring und Kulturamtsleiter Andreas Dobmeier
Ein volles Konzerthaus wünscht sich Robert Göhring, derzeitiger Präsident des Villinger Lions-Club, zumal die Lions selber wieder 100 Jugendliche zu dem Konzert einladen wollen. Es soll nicht nur ein Konzert zugunsten eines guten Zwecks werden, sondern auch eine Werbeveranstaltung für die drei großen Jugendorchester der Doppelstadt und für die Blasmusik überhaupt. Auch der gute Zweck kommt wie immer bei den Lions nicht zu kurz: mindestens ein Viertel des Erlöses fließt in die Freizeitwerkstatt der Lions und von dort wieder zurück in die musikalische Jugendförderung. Der Rest soll zu gleichen Teilen den Jugendorchestern selber zugute kommen.
Auch für das Publikum soll das Konzert ein weiterer musikalischer Höhepunkt werden. Konzertante Blasmusik auf hohem Niveau versprechen die drei Orchesterchefs, denn in den jährlichen Wertungsspielen zeige sich regelmäßig der hohe Leistungsstand, auf dem sich die Musikjugend bewegt.
Um das Konzert zusätzlich attraktiv zu machen, wurde das Eintrittsgeld für Erwachsene auf neun Euro und für Jugendliche auf fünf Euro festgesetzt. Der Vorverkauf hat begonnen.
Quelle: Südwestpresse, die Neckarquelle 21.02.2014
Dez
Mittwoch | 18. Dezember 2013
Bläserensemble der Stadtmusik im Klinikum
Stadtmusik Schwenningen bringt Weihnachtsfreude

Die Schwenninger Stadtmusik spielte mit ihrem Bläserensemble ihr traditionelles Weihnachtsspiel im neuen Schwarzwald-Baar-Klinikum. Über 40 Jahre bestand der Brauch bereits im alten Schwenninger Krankenhaus und soll nun künftig auch im neuen Klinikum am Leben gehalten werden. „Ich freue mich sehr, dass der alte Brauch jetzt hier im neuen Haus weitergeführt wird“, zeigte sich Klinikleiter Rolf Schmid erfreut über das Weihnachtsspiel der Schwenninger Stadtmusik. In diesem Jahr zog die Stadtmusik jedoch nicht wie gewohnt von Station zu Station, sondern spielte im Foyer der neuen Klinik. Im Rahmen des Weihnachtsspiels der Stadtmusik verteilte der Freundeskreis des Schwarzwald-Baar-Klinikums kleine Geschenke an Kinder, die aus der Kinderklinik zum Weihnachtsspiel gekommen waren. Sie freuten sich sehr über die Geschenke, die Landrat a. D. Karl Heim als Vorsitzender des Freundeskreises zusammen mit der stellvertretenden Vorsitzenden Susanne Cordes verteilte.
Quelle: Südwestpresse, die Neckarquelle, 20.12.2013
Dez
Sonntag | 08. Dezember 2013
Begeisterter Applaus beim Adventskonzert der Bläserjugend der Stadtmusik Schwenningen
Lauter ausgezeichnete Leistungen
Ene wahre Traditionsveranstaltungim Schwenninger Kulturbetrieb ist das Adventskonzert der Bläserjugend der Stadtmusik. Zum 19. Mal ging es am vergangenen Sonntagabend über die Bühne der bis zum letzten Platz besetzten Aula des Gymnasiums am Deutenberg.
Der Saal brodelte und vibrierte regelrecht in Erwartung der kommenden musikalischen Ereignisse. Natürlich waren die meisten Zuhörerinnen und Zuhörer mit irgendeinem der Aktiven familiär oder freundschaftlich verbunden, was der Spannung überaus zuträglich war. Und selbst ein alter Bühnenhase wie Stefan Zwerschina, Solotrompeter im Großen Orchester der Stadtmusik, bewies Nerven – verständlicherweise, schließlich sollte in wenigen Minuten sein Sohn Timo als Solist des Vororchesters in Papas Fußstapfen treten.
Dann war es so weit. Das Saallicht wurde heruntergedimmt, Dunkel umfing das Publikum, und nur auf der Bühne blieb ein wenig Licht an. Sehr wenig Licht, sodass vom Zuschauerraum aus lediglich vage Umrisse andeuteten, dass sich auf der Bühne Musiker befanden. Sollte es ein energiesparendes Konzert geben? Klimaneutral? Nun, das Publikum fand sich klaglos mit diesen Gegebenheiten ab, denn schließlich ist Musik in erster Linie ohnehin für die Ohren bestimmt.
Und die kamen von Anfang an auf ihre Kosten, die Ohren. Das Vororchester unter der Leitung Wolfgang Wössners zeigte sich bestens vorbereitet und eröffnete das Konzert mit einem Arrangement des Weihnachtsklassikers „Hört der Engel Chor von fern“, bevor die jüngsten Eleven der Bläserschule als Blockflötengruppe mit drei Liedern ihr Können unter Beweis stellen konnten.
Nach Afrika entführte das Vororchester sein Publikum mit „African Adventure“, in dem auch eine Shékere, ein afrikanisches Rhythmusinstrument aus einer Kalebasse, zum Einsatz kam. Und bei „Großvaters Uhr“ bewies Timo Zwerschina als Trompetensolist so viel Souveränität und Können, dass die Nervosität seines Vaters im Handumdrehen dahinschwand. Mit Michael Jacksons „Thriller“ verabschiedete sich schließlich das Vororchester und räumte die Bühne für die musikalischen Gäste, das Kammerensemble „Piccola Camerata“ von der Musikakademie, unter der engagierten Leitung Dragan Djokics.
Mit wirklich kleiner Besetzung eröffnete die „Camerata“ als Septett ihren Programmteil mit Astor Piazzollas „Libertango“, bevor sie als großes Kammerorchester, ja schon fast als kleines Sinfonieorchester fortfuhr. Mit „Vuelvo al Sur“ einem weiteren Piazzollatitel, Karl Jenkins „Palladio“, einer musikalischen Reminiszenz an den Renaissancearchitekten Andrea Palladio, sowie einer Orchestersuite aus Filmmusik zum Piratenepos „Fluch der Karibik“ begeisterten die jungen Musikerinnen und Musiker ihr Publikum. Und sogar eine veritable Uraufführung hatte die „Camerata“ im Gepäck: die musikalisch gelungenen und überaus abwechslungsreich mit den verschiedenen Orchesterregistern spielenden „Orchestral Trailer Cues Nr. 1–5“ von Jürgen Härtenstein, seines Zeichens Gitarrendozent an der Musikakademie. Aber welch ein Wunder: Irgendwo zwischen „Palladio“ und den „Orchestral Trailer Cues“ fand ein technisch Begabter den Lichtschalter und ließ die Bühne erstrahlen, sodass von diesem Zeitpunkt an das Konzert auch optisch zum Genuss wurde.
Nach der Pause nahm das Jugendblasorchester unter der Leitung Wolfgang Wössners die Bühne in Besitz. Mit „Robinson Crusoe“ präsentierten sie eine bilderreich-dramatische musikalische Illustration von Defoes Romanepos, mit „A Little Tango Music“ wurde noch einmal das Thema Tango aufgegriffen. „Arrival“ brachte nicht nur einen Titel der Popgruppe ABBA ins Spiel sondern auch den mit seiner großartigen Musikalität überzeugenden jungen Trompeter Patrick Neudert. Und „Skyfall“ gedachte des unverwüstlichen James Bond, bevormit einem „Party Dance Mix“ das Orchester zum Ende des Konzerts noch einen fetzigen Rausschmeißer präsentierte. Lauter ausgezeichnete Leistungen, die da geboten wurden, egal von welchem der Orchester – Stadtmusik und Musikakademie sind zurecht stolz auf ihren Nachwuchs. Stadtmusikdirektor Wolfgang Wössner hatte wie immer die Fäden souverän in der Hand, das Publikum applaudierte begeistert und forderte erfolgreich Zugaben. Und natürlich durfte am Schluss auch in diesem Jahr das von Musikern und Publikum gemeinsam gesungene und gespielte „O du fröhliche“ nicht fehlen – Traditionen wollen schließlich gewahrt bleiben.
Quelle: Südwest-Presse, die Neckarquelle, 10.12.2013
