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125 Jahre Stadtmusik Schwenningen!
Das Jubiläumsjahr

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Aktuelles

Lesen Sie hier aktuelle Nachrichten über Ihre Stadtmusik Schwenningen.

23
Mär

Samstag | 23. März 2013
Stürmischer Beifall beim gemeinsamen Konzert mit Gesangvereinen / Wössner sehr gekonnt

Stadtmusik Schwenningen überzeugt in Gunningen

Ein nicht ganz alltägliches Doppelkonzert gestaltete die Stadtmusik Schwenningen beim Männergesangverein Gunningen. Mit dabei waren auch die Chorgemeinschaft Boll/Wittershausen und der Männergesangverein Sulzbach.

Die drei Gesangvereine traten im ersten Konzertteil auf. Klassiker der Chorliteratur wechselten sich mit modernen Titeln ab, darunter auch Schlager wie „Schön ist es auf der Welt zu sein“ oder „Sloop John B.“. Die Sänger aus Sulzbach überzeugten vor allem durch ihr „schwäbisches“ Programm, mit Titeln wie „Was isch d’r Schwob?“, „Auf de schwäbsche Eisebahne“ oder „Mir im Süden“.

Das Große Blasorchester der Stadtmusik präsentierte im zweiten Teil nochmals Teile des Jahreskonzertes von vor einer Woche. Dabei war es für die Musiker von Stadtmusikdirektor Wolfgang Wössner nicht leicht, den Übergang von schwäbischen Volksweisen zu Richard Wagner zu schaffen. Wolfgang Wössner selbst führte jedoch gekonnt durchs Programm und holte sich mit seinen Ansagen die gewünschte Aufmerksamkeit des Publikums. Mit „Morgenlied und Aufzug der Heere“ aus der Oper „Lohengrin“ sorgte die Stadtmusik gleich zu Beginn für große Begeisterung beim Publikum.

Drei Trompetengruppen im Saal verteilt signalisierten den Aufzug der Heere und sorgten für eine imposante Stimmung. Ebenfalls aus „Lohengrin“ war das zweite Stück, der „Feierliche Zug zum Münster“. Sehr eindrucksvoll gelang die Interpretation dieses langsamen Stückes. Mit der Ouvertüre zu „Die sizilianische Vesper“, folgte ein Werk aus der Feder von Giuseppe Verdi. Die anspruchsvolle Ouvertüre gelang den Schwenningern souverän und erntete viel Beifall.

Danach kam die „Serenade“ von Derek Bourgeois. In seiner „Disney Fantasy“ verarbeitete der japanische Arrangeur Naohiro Iwai die schönsten Melodien verschiedener DisneyKlassiker der 50er- und 60er- Jahre. Zum Abschluss erklang der „Neckarmarsch“, den Wolfgang Wössner eigens für die Stadtmusik letztes Jahr zum 125-jährigen Jubiläum komponiert hat. Geschickt band er dabei das Publikum in den Marsch ein.

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Quelle: Südwest-Presse - Die Neckarquelle vom 27.03.2013


16
Mär

Samstag | 16. März 2013
Jahreskonzert mit passioniertem Dirigenten, motivierten Musikern und guten Solisten

Stadtmusik zeigt sich in Bestform

Bravissimo – das war ein Musikerlebnis, das kaum noch Wünsche offen ließ. Das sinfonische Blasorchester der Stadtmusik Schwenningen unter Wolfgang Wössner zeigte sich beim Jahreskonzert am Samstag in Bestform. Im Mittelpunkt: die Jubilare Verdi und Wagner.

Der Beifall war gewaltig, restlos begeistert und lang anhaltend, nachdem am Samstagabend in der Halle der Hochschule der Polizei nach über zweieinhalb Stunden der letzte Akkord verklungen war. Die begeisterten Ovationen waren Dank und verdiente Anerkennung für einen hervorragenden und passionierten Dirigenten und sein hoch motiviertes Orchester, das sich durch Spielfreude, Werksverständnis, Sensibilität, eine mitreißende dynamische Bandbreite und durch sehr gute Solistinnen und Solisten auszeichnet.

-Musik ist die Sprache der Leidenschaft-, zitierte Joachim Budde, der locker-versiert und nicht ohne eine wohldosierte Prise Humor und Ironie durch den Abend führte, den Komponisten Richard Wagner. Dem Schöpfer des „Tannhäuser“ und seinem italienischen „Antipoden“ Giuseppe Verdi galt anlässlich ihres 200. Geburtstages, den die Musikwelt heuer feiert, der erste Teil des Konzerts. Leidenschaftlich war denn auch das Spiel des großen sinfonischen Blasorchesters, das unter der Leitung von Wolfgang Wössner Akzente setzte und es ausgezeichnet verstand, seine Zuhörer zu fesseln und für die Musik dieser beiden genialen Opernschöpfer des 19. Jahrhunderts zu begeistern.

„Morgenlied und Aufzug der Heere“ aus dem zweiten und dritten Aufzug der Oper „Lohengrin“ von Richard Wagner, arrangiert für sinfonisches Blasorchester von Siegmund Goldhammer, eröffnete den Abend und entführte die Musikfreunde in eine Klangwelt, von der Friedrich Nietzsche einst völlig gebannt schwärmte, sie sei „blau, von opiatischer, narkotischer Wirkung“.

Bei der Arie „Il balen del suo sorriso“ aus Giuseppe Verdis „Der Troubadour“ überzeugte als Solist der Bariton Jörg Wenzler, der kurzfristig für den verhinderten Michael Vogelmaier eingesprungen war. Dass Kapellmeister Wolfgang Wössner auch ein hervorragender Arrangeur ist, bewies er mit der einfühlsamen Bearbeitung dieser Arie für Blasorchester.

Beifallsstürme ernteten Jörg Wenzler und die Sopranistin Doksuk Jeon-Raber für das Duett „Mira, di acerbe lagrime“ aus dem vierten Akt des „Troubadour“, ebenfalls bearbeitet von Stadtmusikdirektor Wolfgang Wössner. Mit Musik aus dem zweiten Aufzug aus Wagners Lohengrin, „Feierlicher Zug zum Münster“, arrangiert von Lucien Cailliet und der Ouvertüre zu Verdis „Die sizilianische Vesper“, bearbeitet von Franco Cesarini, zeigten Wössner und sein Orchester vor der Pause nochmals die ganze Bandbreite ihres beachtlichen interpretatorischen und technischen Könnens.

Jahreskonzert_2013.jpg

Der Auftakt zum zweiten Teil des Abends entführte mit „Trittico“ des böhmisch-amerikanischen Komponisten und Dirigenten Vaclav Nelhybel (1919–1996) rhythmisch und dynamisch packend, gepaart mit einer teils kühnen Harmonik in die faszinierenden Klangwelten zeitgenössischer sinfonischer Blasmusik. Das Höchststufen-Orchester bewies mit der Wahl und der Interpretation dieses Werkes einmal mehr, dass es hohen technischen und musikalischen Anforderungen gewachsen ist und gerne einmal nicht alltägliche Wege beschreitet, um die eigenen „klassischen“ Hörgewohnheiten und auch die seines Publikums zu erweitern und zu bereichern.

Die eingängige, heiter-unbeschwerte, rhythmisch dafür allerdings höchst anspruchsvolle „Serenade“ von Derek Bourgeois leitete schließlich über zur so genannten „leichten Muse“: Mit „Disney Fantasy“ von Naohiro Iwai präsentierten Wolfgang Wössner und seine Musiker ihren Zuhörern mit den bekanntesten Kompositionen aus Disney-Filmklassikern der 50er- und 60er-Jahre einen wunderbaren Melodienreigen zum nostalgischen Schwärmen. Rhythmus und pure Lebensfreude schließ- lich standen im Mittelpunkt des von Paul Murtha arrangierten Latin-PopMedleys „The Best of Miami Sound Maschine“.

Das Publikum war hingerissen, der Beifall entsprechend begeistert, Wolfgang Wössner und sein Orchester bedankten sich mit zwei flotten Zugaben. Den Schlusspunkt setzte dabei – und das gehört beim Konzert eines Blasorchesters einfach dazu – ein Marsch: aus der Feder von Wolfgang Wössner erklang der „Neckarmarsch“.

Quelle: Südwest-Presse - Die Neckarquelle vom 18.03.2013


21
Jan

Montag | 21. Januar 2013
Neuer Mann an der Stadtmusik-Spitze

Markus Welte folgt als Vorsitzender auf Jürgen Jauch

Nach dem großen Jubiläumsjahr 2012 stellt sich die Schwenninger Stadtmusik in ihrer Führung neu auf. Die Verantwortung im Amt des Vorsitzenden hat Markus Welte von Jürgen Jauch übernommen, der nach 13 Jahren in der Federführung zurücktrat.

Indes zeigte sich bei der Hauptversammlung „Kontinuität durch Wandel“ auf. Wie bereits durch Jürgen Jauch im Vorjahr angekündigt, trat dieser jetzt zurück. Insgesamt war Jauch sogar 17 Jahre im Vorstand tätig gewesen. Sein Nachfolger war bislang als stellvertretender Vorsitzender tätig und Silke Jauch, die Ehefrau des nun ehemaligen Stadtmusikchefs, wurde neu in die Position der Stellvertreterin gewählt.

An der Spitze des Vereins agiert nun Markus Welte. Ursprünglich in Seitingen-Oberflacht zu Hause, arbeitet der 47-jährige schon viele Jahre in der Stadtmusik in Verantwortung mit. „An unseren grundlegenden Zielen wird sich nichts ändern“, stellte Welte bei seiner Wahl klar. „Die Jugendarbeit, die Finanzierung der Jugendarbeit sowie die wirtschaftliche Gesundheit mit dem Ziel ausgeglichener wirtschaftlicher Ergebnisse“, sind für Welte die Prämissen. „Wir sind als Verein so stark, weil wir die Aufgaben auf viele Schultern verteilen, eine echte Kameradschaft leben und zusammenhalten,“ so Welte.

In geheimer Wahl mit 51 Ja-Stimmen bei fünf Enthaltungen wurde Welte für ein Jahr als Vorsitzender gewählt – nur für zwölf Monate deshalb, weil die Vereinssatzung regulär das Amt der Vorsitzenden nur alle zwei Jahre neu bestimmen lässt und der Amtszeitzyklus so eingehalten wird. Silke Jauch wurde für Welte in die Stellvertreterfunktion für zwei Jahre gewählt. Als neue Schriftführerin wurde Kathrin Hakenjos gewählt, die das Amt von Gerhard Baum übernahm, der 18 Jahre diese Tätigkeit inne hatte.

Wertschätzung und Dank wurde vom Kreisvorsitzenden des Blasmusikverbands Rottweil-Tuttlingen, Rudolf Staudenmaier, den beiden scheidenden Verantwortlichen aufgezeigt. Für deren herausragendes Engagement überreichte er Jauch das goldene Kreisverbandsabzeichen sowie die silberne Fördermedaille des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg. Baum erhielt dieselben Abzeichen, indes mit „umgekehrtem Edelmetall.“

In weiteren Wahlen bestimmte die Versammlung Ulrike Benzing als zweite Kassiererin, Andrea Zimmermann sowie Florian Stier als zweite und dritte Beisitzer. Als Orchesterwart verantwortlich für ein Jahr ist Steffen Esslinger. Als Inventarverwalter wurde Mark Übersohn und als zweite Kassenprüfer Martina Wössner gewählt.

„Auch andere Musikvereine leisten Hervorragendes, aber die Schwenninger Stadtmusik ist etwas ganz Besonderes“, lobte Oberbürgermeister Rupert Kubon die Musiker und Verantwortungsträger in den höchsten Tönen. „Ich komme gerne und bin sehr begeistert, denn da stimmt es“, fand das Stadtoberhaupt sehr wohltuende Worte und bekannte.

In Rückschauen zeigten Jauch und Baum noch einmal das große Jubilä- umsjahr nach. Dieses war vor allem durch die ausgedehnten Festlichkeiten Mitte Juli gefeiert worden. Eingebettet als ein Höhepunkt war dabei das hervorragende Galakonzert des Luftwaffenmusikkorps aus Karlsruhe. „Der Jubiläumsabend und das eigentliche Fest auf der Möglingshöhe zusammen mit unserem Jubiläumspartner Feuerwehr haben mit dem ganz großen Drumherum in der langen Tradition der dortigen Vereinsfeste neue Maßstäbe gesetzt“, stellte Jauch heraus. Neben vielen Auftritten zu den verschiedensten kleinen und großen Anlässen sticht die Konzertreise des Jugendblasorchesters im Juni nach Spanien heraus. Für die Elternsprecherin Daniela Wehrle und in ihrer Führungsposition im Jugendteam berichtete Doris Ruf auch darüber.

Finanziell schloss das große Vereinsjahr mit einem Gewinn ab. Im Kassenbericht legte Michael Ruf die guten Zahlen dar und nannte die Bewirtung bei der Kulturnacht; das erfolgreiche Jubiläumskonzert mit überragenden Zuschauerzahlen und ein nachhaltiges Kostenmanagement als Grund dafür. Er strich heraus: „Unser Erfolg hat viele Väter und Mütter. Wir haben alle viel Engagement und Leidenschaft gezeigt.“

Schriftführer Gerhard Baum nannte interessante statistische Zahlen. So wurden insgesamt 137 Proben (im Vorjahr 149) ohne die diversen kleineren Besetzungen abgehalten. Bei 61 (60) Veranstaltungen wurde musiziert. Bei 44 Gesamtproben waren durchschnittlich 76,15 Prozent der 81 Musikerinnen und Musiker der Stadtmusik dabei. Beim Jugendblasorchester waren mit seinen 35 Musikern 87,2 Prozent gewesen, beim Vororchester mit seinen 40 sogar 94 Prozent. An der Bläserschule – eine Erfolgsstory – sind 100 Kinder beteiligt. Auch Stadtmusikdirektor Wolfgang Wössner zog eine positive Bilanz.

Quelle: Südwest-Presse - Die Neckarquelle vom 21.01.2013 


09
Dez

Sonntag | 09. Dezember 2012
Gelungenes Adventskonzert der Bläserschule

Viel Applaus für den Musikernachwuchs

Die Früchte der Nachwuchsarbeit stellten die Jungmusiker der Stadtmusik Schwenningen mit dem Projektjugendchor des Chorverbandes beim Adventskonzert in der Aula am Deutenberg eindrucksvoll unter Beweis.

Loslegen durfte das Vororchester, quasi die jüngsten des ganzen Abends mit einem Weihnachtsmedley, das aus einzelnen Kinderweihnachtsliedern bestand. Kennzeichnend für ein Medley ist, dass die einzelnen selbständigen Lieder fließend ineinander übergehen. Bevor der Vorsitzende Jürgen Jauch das Publikum begrüßte, klatschten die rund 300 Besucher bereits das erste Mal kräftig Beifall. Jauch machte deutlich, dass fachgerechte Jugendarbeit ohne finanzielle Unterstützung kaum möglich sei und dankte den Sponsoren, allen voran dem LionsClub, der dieses Jahr die Stadtmusik schwerpunktmäßig bediente. „Es erwartet Sie die Zukunft des Traditionsvereins“, stellte er den „Musikersamen“ vor und gab zu bedenken, dass viele Kinder und Jugendliche das erste Mal vor so großem Publikum spielen und vielleicht doch etwas nervös sein könnten. Doch von Nervosität keine Spur, im Gegenteil, Professionalität war Trumpf und überleitend mit irischen Klängen kamen die Kleinen zu ihrer Spezialität, der Filmmusik. Ab ging's in die verfluchte Karibik an Deck der „Black Pearl“; Segel setzen, Leinen los.Wahrscheinlich hätte die Mannschaft von Captain Jack Sparrow damals nicht gemeutert, wäre sie von einer derart erstklassigen Schiffs-Combo bei Laune gehalten worden. Auch die „Mission Impossible“ im schwierigen Fünfviertel-Takt wurde bravourös gelöst und war alles andere als unmöglich. Die frenetisch herbeigeklatschte Zugabe von Chuck Berry rundete diesen Teil ab.

Nun hatten die Gäste ihren Auftritt, ein zusammengesetzter Projektchor, ganz in schwarz-rot, unter Leitung von Daniel Süto. Poppig gings los mit einem Song der „Mamas & Papas, gefolgt von einem der meistverkauften Songs aller Zeiten, „We are the world“ von Michael Jackson und Lionel Richie. Das zweifelsfrei schwungvollste Stück dieser Formation war der Song „Barbara Ann“ von den Beach Boys, gefolgt von zwei Liebesliedern von Mia und Adele. Adeles „Someone like you“ wurde indes vom Sopran nicht ganz so gut interpretiert. Da hat es in den höchsten Lagen öfter „gezwickt“! Ansonsten hatte der Dirigent, der bei jedem Stück vollen Körpereinsatz zeigte, seine Truppe im Griff und es hat auch hier sehr viel Spaß gemacht, den Melodien zu lauschen.

Das Jugendblasorchester, diesmal wieder unter dem Dirigat von Wolfgang Wössner, startete nach der Pause mit einem Klassiker der Blasorchesterliteratur von 1962, dem „A Festival Prelude“ von Alfred Reed, allerdings arrangiert in der etwas leichteren Fassung von J. Curnow. Bei der anschließenden „Sonata in F“ glänzte der 17-jährige Solist Richard Knaupp an seinem Instrument, der Zugposaune. Vor allem im zweiten Satz, dem Allegro huschte der Zug von oben nach unten und zurück und traf doch immer den richtigen Platz. Der rechte Arm des Solisten schnellte dabei hin und her als wolle er mit dem Metallbügel einen Ast absägen. Ganz große Leistung des jungen Mannes, der in diesem Jahr das goldene Leistungsabzeichen mit der Note Eins erworben hat.

Mit einer Musical-Fantasy und den größten Hits von Nena beendeten die Jungbläser ihren Part und machten deutlich, dass sie sich vor ihren älteren und erfahreneren Kolleginnen und Kollegen nicht zu verstecken brauchen. Alle zusammen stimmten zum Schluss dieses abermals gelungenen Konzerts ein in das bekannte Weihnachtslied „O du fröhliche“. Bleibt zu wünschen und zu hoffen: Für alle eine gesegnete Weihnachtszeit. 

Quelle: Südwestpresse - Die Neckarquelle vom 11.1 2.2012 


28
Okt

Sonntag | 28. Oktober 2012
Kurzweil auf hohem Niveau

Unterhaltsames Kinderkonzert in der Deutenbergsporthalle

Einen sonntäglichen Familiennachmittag der besonderen Art boten die Musikanten der Schwenninger Stadtmusik. Für ein Märchenkonzert wurde die Deutenbergsporthalle kurzerhand zum kindgerechten Konzertsaal umfunktioniert.

Schwenningen. Hautnahes Erleben der Musik und der Erzählung war das Motto für die Kinder – also mittendrin, statt nur dabei. Mitten in der Halle war dann auch das Orchester positioniert, und die Kleinen durften quasi in Augenhöhe im Halbkreis um den Klangkörper auf den vielen blauen Turnmatten Platz nehmen.

Kurz nach 16 Uhr ertönte dann mit einem mächtigen Schlag der Gong und forderte zum ersten Mal die Aufmerksamkeit der zahlreich erschienenen kleineren und größeren Fans des einheimischen Ensembles. Während diese die ersten, zarten Takte einer kurzen Ouverture erklingen ließen, schritt Stadtmusikdirektor Wolfgang Wössner durch die Halle zum Dirigentenpult und begrüßte dann sogleich sein junges Publikum.

Er stellte schnell fest, dass ja noch der „Erzählonkel“ fehlte und fragte die Kinder, nicht ohne einen Schuss Ironie, ob sie so einen großen, schlanken, schlaksigen Typen namens Jörg haben rumspringen sehen. Doch dieser wollte zunächst partout nicht auftauchen.

Erst, nachdem er von den Kindern mehr als einmal lautstark herbeigerufen wurde, betrat er ebenfalls gemütlich die Halle und stellte das erste von insgesamt vier aufeinander folgenden Stücken des Nachmittags, die Bremer Stadtmusikanten, vor.

Ab jetzt hatte man das Gefühl, konzentriert einer spannenden Hörspielkassette zu lauschen, nur eben live und noch viel schöner. Die Musiker und der Rezitator Jörg Wenzler hatten ihre Hausaufgaben gemacht und bestachen durch ihre klangliche sowie sprachliche und gesangliche Vielfalt und Dynamik. Sie ließen einen quasi die Märchen in 3D-Version erleben – eben mittendrin, statt nur dabei!

Nach Bremen ging es mit Alice zuerst ins Wunderland, bevor wieder einmal klargestellt werden musste, dass es sich bei Rapunzelsalat um Ackersalat handelte und Peter den Wolf nicht hätte am Schwanz fangen müssen, wenn er zuvor die Gartentü- re richtig abgeschlossen hätte.

Kurzum: Es war eine Stunde Kurzweil auf sehr hohem Niveau, beste Unterhaltung für Klein und Groß.

Kinderkonzert_2012_10_28_600.jpg

Quelle: Südwestpresse - Die Neckarquelle vom 02.11.2012 


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